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Bise am Genfersee: Kräftiger Wind – aber nicht jede Böe ist eine Sturmwarnung

Die Bise bleibt am Freitagmittag der auffälligste Windfaktor der Schweiz. Besonders Richtung Genfersee kann sie durch die Trichterwirkung zwischen Jura und Alpen beschleunigt werden. Eine kräftige Bise ist jedoch nicht automatisch gleichbedeutend mit einer amtlichen Sturmwarnung.

Warum die Bise im Westen stärker wird

Nordöstliche Luft strömt über das Mittelland nach Westen. Zwischen Jura und Alpen verengt sich der Raum Richtung Genfersee. Dadurch kann der Wind dort deutlich zulegen.

Diese topografische Verstärkung ist typisch für Bisenlagen und erklärt, weshalb der Wind im Westen oft markanter ausfällt als in grossen Teilen der Deutschschweiz.

Amtliche Windwarnungen haben klare Schwellen

MeteoSchweiz gibt Windwarnungen ab Gefahrenstufe 2 aus. Für tiefe und mittlere Lagen beginnen die Richtwerte für stürmische Böen bei etwa 70 km/h. Eine Prognose mit mässiger bis starker Bise darf deshalb nicht automatisch in eine aktive Windwarnung umgedeutet werden.

Auf Seen gelten zusätzliche lokale Warnsignale

Starkwind- und Sturmwarnungen auf Schweizer Seen sind separat zu beachten. Sie beziehen sich auf die konkrete Lage am jeweiligen Gewässer und können für Wassersportler wichtiger sein als ein allgemeiner Landeswetterbericht.

Wer heute auf dem Wasser unterwegs ist, sollte deshalb die lokalen Signale am See und die aktuellsten offiziellen Warninformationen prüfen.

Keine flächige Sturmgeschichte

Die heutige Schweiz-Lage wird nicht durch einen landesweiten Sturm geprägt. Der interessante Punkt ist vielmehr die regional konzentrierte Bise im Westen und ihre Wirkung auf exponierte Flächen und Seen.

Stand: Freitag, 11. September 2026, 12:20 Uhr.