Windwarnung verstehen: Wann kräftige Böen wirklich zur Gefahr werden
Der Montag steht in der Schweiz meteorologisch nicht unter dem Zeichen eines grossräumigen Sturmereignisses. Trotzdem ist Wind ein Wetterelement, das lokal sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Auf Berggipfeln, Pässen und offenen Flächen können Böen deutlich stärker sein als wenige Kilometer entfernt in geschützten Tälern.
Entscheidend ist nicht nur die stärkste Böe
Eine offizielle Warnung richtet sich nicht allein nach einer einzelnen Messung.
Entscheidend sind unter anderem erwartete Windgeschwindigkeit, Dauer, betroffene Region und die Wahrscheinlichkeit, mit der das Ereignis eintritt.
MeteoSchweiz verwendet eine fünfstufige Gefahrenskala und warnt bei meteorologischen Gefahren grundsätzlich ab Stufe 2.
Berge und Seen brauchen eigene Aufmerksamkeit
Besonders wichtig ist die regionale Betrachtung.
Auf exponierten Berglagen kann der Wind deutlich zulegen, obwohl in den Niederungen kaum etwas davon zu spüren ist.
Auch auf Schweizer Seen gibt es eigene Starkwind- und Sturmwarnungen. Diese dürfen nicht mit einer grossräumigen Sturmwarnung für eine ganze Region verwechselt werden.
Gewitterböen sind nochmals ein Sonderfall
Bei Gewittern kann der Wind innerhalb weniger Minuten stark beschleunigen.
Solche Böen entstehen nicht zwingend durch einen grossen Druckunterschied über der ganzen Schweiz, sondern häufig lokal durch kräftige Abwinde aus Gewitterzellen.
Darum können Gewitterwarnungen und Windwarnungen unterschiedliche meteorologische Ursachen haben.
Heute zählt die laufende Warnkarte
Für die aktuelle Lage bleibt die Warnkarte von MeteoSchweiz die verbindliche Referenz. Sie wird laufend aktualisiert und zeigt Wind, Gewitter, Regen, Schnee und weitere Gefahren getrennt nach Region und Warnstufe.
Stand: Montag, 14. September 2026, 08:45 Uhr.