Ein Wintersturm ist kein fest definierter amtlicher Wetterbegriff mit einem eigenen Grenzwert. In der Alltagssprache werden damit Stürme bezeichnet, die in der kalten Jahreszeit auftreten und zusätzlich typische Wintergefahren mitbringen können: Schnee, Schneeverwehungen, Eis, gefrierenden Regen oder starke Abkühlung.
Wann treten die ersten Winterstürme normalerweise auf?
In Mitteleuropa beginnt die sturmreichere Jahreszeit typischerweise im Herbst. Mit sinkendem Sonnenstand und zunehmenden Temperaturgegensätzen zwischen kalten Luftmassen im Norden und milderen Luftmassen im Süden wird die Westwindzone aktiver. Kräftige Tiefdruckgebiete über dem Nordatlantik und Europa werden dadurch wahrscheinlicher.
Ein erster Sturm mit winterlichem Charakter ist deshalb bereits im Spätherbst möglich. In den Alpen kann er in hohen Lagen sogar noch früher auftreten, wenn ein kräftiges Tief gleichzeitig kalte Luft und Schnee bringt. Ein konkretes Datum lässt sich seriös nicht im Voraus nennen.
Was macht aus einem Sturm einen «Wintersturm»?
Entscheidend ist nicht nur der Wind. Ein Sturm im Dezember bei 12 Grad und Regen kann meteorologisch ein klassischer Sturm sein, ohne besonders winterlich zu wirken. Treffen starke Windböen dagegen auf Schnee, Eis oder tiefe Temperaturen, steigen die Auswirkungen deutlich.
Schneeverwehungen können Strassen innerhalb kurzer Zeit wieder zusetzen. Eis und gefrierender Regen belasten Bäume und Leitungen. In den Bergen kommen Schneetransport, schlechte Sicht und lokal erhebliche Verwehungen dazu.
Warum Winterstürme oft besonders problematisch sind
Der Wind wirkt zusammen mit weiteren Faktoren. Bei Schnee entstehen Verwehungen, bei nassen Böden können Bäume leichter umstürzen, und bei gefrierender Nässe werden Strassen sehr schnell gefährlich. Zudem ist die gefühlte Temperatur bei starkem Wind deutlich tiefer.
Sturmwarnung ist nicht gleich Wintersturmwarnung
Amtliche Warnungen beziehen sich auf konkrete Gefahren wie Wind, Schnee, Glatteis oder Starkniederschlag. Der Ausdruck «Wintersturm» fasst mehrere dieser Gefahren eher umgangssprachlich zusammen. Deshalb ist es wichtig, im Ereignisfall die einzelnen Warnparameter zu beachten.
Was ist im September 2026 aktuell?
Für den aktuellen Zeitraum bis Donnerstagabend steht in der Schweiz kein «Wintersturm» im Zentrum. Das Thema ist saisonal erklärend: Die eigentliche sturmreichere Zeit beginnt erst mit dem weiteren Fortschreiten des Herbstes. Konkrete Warnungen werden erst bei einer tatsächlich bevorstehenden Lage ausgegeben.
